Leaving Hope
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Wieder daheim. Auf dem alten, knirschendem Stuhl. Ich konzentriere mich auf meine Atmung um sicher zu gehen ob ich noch lebe. Ich lebe immer noch. Weiter und weiter so wie immer. Eigentlich ändert sich nichts. Das Echo ihrer Stimme hallt immer noch durch mein Ohr. Voller Emotion, Hoffnung und Verzweiflung. Monoton unterbrochen durch das durchbohrende, hämmernde Ticken der Uhr, die stehen geblieben ist. Die Haustür wird wohl eine zeit lang verschlossen bleiben. Ich wusste noch nie ob ich das gut oder schlecht finden soll. Ist ja auch egal, lässt sich ja nicht ändern. Ab und zu, wahrscheinlcih aus Sehnsucht, drehe ich meinen Kopf zur Seite und schaue aus dem Fenster. Da sehe ich all das was ich schon so oft gesehen habe. All das was so natürlich ist. All das was ich schon immer haben wollte. All das was so unendlich weit weg ist. Ich hasse es aus dem Fenster zu blicken. Ein eisiger Windhauch weht über meinen Arm. Kälte. Meine Haare richten sich auf. Obwohl alle gleich sind steht jedes einzele Haar für sich alleine. Zweisamkeit existiert nicht. Langsam und erschöpft richte ich mich auf. Schritt für Schritt bahne ich mir den weg in Richtig Badezimmer. Meine Hand gleitet langsam, zitternd, fast schon verkrampft zum Lichtschalter und betätigt ihn. Das künstliche Licht, von den weißen Fliesen reflektiert, sticht mir in die Augen. Das Gefühl ist mehr als nur unangenehm. Es schmerzt, verletzt. Das Licht fügt mir Leid zu und gleichzeitig erhält es den kompletten Raum. Nach einer weile ist der Schmerz zu ertragen. Er ist nicht vergangen aber ich habe mich daran gewöhnt. Mit der selben Hand, mit der ich das Lich angemacht habe, drehe ich den Wasserhahn auf. Eine rote Flüssigkeit strömt hinaus. Der stinkende Geruch von Blut beisst sich in meiner Nase fest. So stark, dass ich mich kurz abwenden muss. Dann drehe ich mich wieder zurück, halte meine Hände unter den Wasserhan und wasche mein Gesicht mit einer klaren, geruchslosen Flüssigkeit. Wasser. Gelegentlich, eher selten, erinnert mich das abtrocknen mit dem Handtuch an Streichelbewegungen. Aber heute nicht. Weiter führe ich meinen Weg fort Richtung Bett. Kaum bin ich im Schlafzimmer angekommen ist es als würde mich das Bett aufsaugen wie ein schwarzes Loch. Viele bringen das Bett mit Begriffen in Verbindung wie Wärme, Behütng oder Wohlbefinden. Ich lege die Decke, die mir dies alles Spenden soll, über meinen Körper. Langsam, bei dem Versuch den Tag zu vergessen, schließe ich meine Augen und sehe alles so klar vor mir als würde ich träumen. Mir ist Kalt. Meine Atmung verlangsamt sich doch sie bleibt nicht aus. Ich Atme weiter und weiter und weiter. So wie immer



Urbaczka, Arkadius Adam
März 2007
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