Leaving Hope
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Die junge Schwester

Sie lag auf ihrem Bett. Laute Rockmusik strömte aus den Boxen ihrer Anlage. Als sie ihren Blick durch ihr Zimmer schleichen lies sah sie ihre Gitarre die sie seit fast einen Monat nicht
mehr angefasst hat. "Warum?", dachte sie "mir hört eh nie Jemand zu". Ein blick auf die Uhr verriet ihr die Zeit. Schon fast 8. "Ich wollte doch noch auf diese Punkparty." Langsam stand
sie auf, bürstete sich die Haare, machte die Anlage aus und ging die Treppe rauf. Stufe für Stufe. Dabei kam sie wie jedes mal an den Bildern ihrer Familie vorbei. Ihren Eltern die nie für
sie Zeit hatten und ihrer Schwester, ihrer ach so perfekten Schwester mit ihren guten Noten, ihren gepflegten aussehen und ihren tollen freunden. Früher hat sie versucht genau so zu sein
wie sie. Nein sie wollte besser sein. Aber das hat sie schon lange aufgegeben. Ohne einen weiteren Gedanken an ihre Schwester oder den Rest ihrer Familie zu verschwenden zog sie
sich ihre Jacke über und ging durch die Tür. Bei der Punkparty angekommen fühlte sie sich wieder wohl. Sie Trank Bier, tanzte Pogo und unterhielt sich mit ihren Freunden. Auf einmal
,als sie mit einem ihrer freunde auf der Wiese lag und sich die Sterne anguckte, viel ihr auf das er ein blaues Auge hatte. "Woher hast du das?" "Nazis" "Wann?" "Gestern" "Wie viele?"
"3". Als sie das hörte sagte sie nichts mehr auch ihre Bierflasche blieb ab diesen Moment unberührt. Sie hasste Nazis. Solche die in Rudeln andere jagen weil sie anders aussehen, anders denken, anders sind. Lange blieben sie Wortlos auf der Wiese liegen bis er sagte: "Las uns hier abhauen! Irgendwo hin wo es keine Nazis gibt! Wo jeder sein kann wie er will und wo immer etwas los ist!" "Wo soll das den sein?" "Am Meer". Sie sagte nichts. Sie drehte ihren Kopf nach links und sah wie wieder einer ihrer Freunde zu viel Alkohol getrunken hat und sich übergeben musste. Kurz dachte sie nach, es gab nichts was sie aufhalten könnte ihre Eltern und ihre Schwester waren nicht zuhause. Es würde ihnen erst nächsten Morgen auffallen aber interessieren würde es sie sowieso nicht. Sie stand auf "O.K. Machen wir's. Wir treffen uns um Mitternacht am Bahnhof." Nun stand auch er auf. Ohne sich zu verabschieden gingen beide noch mal
kurz nach Hause. Sie schloss die Tür auf und ging in die Küche. Hinter der Mikrowelle war immer Geld für den Notfall. Sie griff hinter die Mikrowelle und holte einen Umschlag hervor. Es war nicht gerade wenig. 250€. Auf dem Weg zum Bahnhof dachte sie wieder nach. Sie war noch nie am Meer obwohl es gar nicht weit weg war. Am Bahnhof angekommen sah sie ihn schon. Er zog an
seiner Zigarette und sagte, "der Zug kommt in 10 Minuten Fahrkarten brauchen wir nicht um diese Zeit kontrolliert niemand". Als sie einstiegen und die Tür des Zuges sich schloss wusste sie, dass es jetzt kein zurück mehr gab. Nach einer halben Stunde fahrt waren sie an der Stadt angekommen die dem das Meer am nähesten lag. Langsam stiegen sie aus dem Zug. Das erleichternde Gefühl alles hinter sich gelassen zu haben wurde von dem Gefühl der Angst vor dem neuen und
Unbekannten überdeckt. Es war immer noch sehr spät alle Geschäfte hatten zu und schlafen konnten Sie hier auch nirgends. Sie beschlossen so lange spazieren zu gehen und sich mit der neuen Stadt Vertraut zu machen bis die Geschäfte wieder öffneten. Nachdem die Zeit totgeschlagen war
Beschlossen sie erst einmal in einem Cafe zu frühstücken. Beim essen ist ihnen ein Flyer auf Den Boden aufgefallen. „Abendstrandparty“ „Ich hab ja gesagt hier ist immer was los.“ Im Weiteren Verlauf des Tages versuchten sie eine Unterkunft zu finden. Erfolglos. Am Abend gingen sie zum Strand. Schon vom weiten sah man die anderen Jugendlichen und hörte die Musik. Diese art von Musik mochten sie beide nicht. Dennoch sind sie hin gegangen. Er hat sich schnell mit den anderen
Jugendlichen angefreundet. Sie allerdings stand nur rum und konnte mit der Musik nichts anfangen. Doch schon bald kam jemand zu ihr und bot ihr eine Pille an. „Damit hast du richtig Spaß“ sagte er. Drogen. Das wusste sie. Aber sie nahm die Pille trotzdem. Das nächste woran sie sich erinnern
Konnte war das sie in einem Keller aufgewacht ist mit Übelkeit und Kopfschmerzen. Als sie sich Umsah sah sie eine menge Jugendlicher schlafen. Einige davon hat sie auf der Strandparty gesehen. Neben ihr lag ihr Freund mit dem sie in diese Situation gekommen war. Als sie die Decke von ihm nahm Sah sie eine Spritze neben seinen Arm. Sie versuchte ihn zu wecken doch es gelang ihr nicht. Als sie Seinen Puls fühlte war alles klar. Der Goldene Schuss. Ohne einen klaren Gedanken fassen zu können
Stand sie auf und ging raus. Wohin jetzt? Nach Hause. Sie ging in Richtung Bahnhof. Dort angekommen Holte sie sich eine Fahrkarte für den nächsten Zug nach Hause. Auf den Zug wartend und immer noch Unter Schock was sie erlebt und gesehen hat wurde ihr der Rucksack geklaut mit Geld und Fahrkarte Darin. Doch sie musste nach Hause dachte sie sich. Sie stieg ohne Fahrkarte in den Zug und schloss Sich auf der Toilette ein damit man sie nicht kontrollieren konnte. Am Bahnhof angekommen hat sie Erste Zweifel bekommen ob sie wirklich wieder nach Hause soll. Aber wohin sonst? Sie ging los. Auf
Anreden jeglicher art reagierte sie nicht. An der Haustür angekommen zögerte sie nach der Klinke zu Greifen. Sie öffnete die Tür, hing ihre Jacke auf, und ging die Treppe runter. Vorbei an den Bildern Ihrer Eltern und ihrer ach so perfekten Schwester.
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